Internationale Föderation für Eurasierzucht

International Federation for Eurasier Breeding

Fédération internationale pour l'élevage d’Eurasier

Federatión Internacional para Cria de Eurasier

Die Geschichte der Internationalen Föderation für Eurasierzucht

Als sich zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts bei den Vorständen der Eurasiervereine die Aufregungen ob der inzwischen dreigeteilten Vereinstätigkeit für diese neue und zahlenmäßig noch kleine Rasse gelegt hatten, kam man schnell zu der Einsicht, dass miteinander sprechen der Entwicklung der Rasse sehr gut tut.
So lud der EKW, unter der Federführung von Frau Dr. Jander, zu mehreren Symposien ein, die von allen drei Vereinen gerne besucht wurden. Die Atmosphäre war angenehm sachlich und die Gespräche dienten der Zucht.
Leider schlief diese gute Gewohnheit, sich einmal jährlich zu treffen dann ein, sicher auch bedingt durch den Wechsel auf manchem Vorstandsposten.

Erstes Eurasiersymposium 1986
Erstes Eurasiersymposium 1986, Wandreihe von links nach rechts:
Julius Wipfel, Monika Guhrmann, Dr. Silvia Jander, Charlotte Baldamus (Zwinger v. Jägerhof), Walter Nagel (Zwinger v.Stechersee), Dr.Werner Schmidt, Elisabeth Seywald (Gründerin des ECA)
Foto: A. Müller, ZG-Archiv

So ergriff die ZG im Herbst 1995 die Initiative und bereits im Februar 1996 trafen sich Vertreter des Eurasier Klub Weinheim, EKW, des Suomen Eurasier Kerho, SEK, (Finnland) und der Zuchtgemeinschaft für Eurasier, ZG, zu Gesprächen über verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Eine Einigung gelang sehr schnell, da von Anfang an auf der rein sachlichen Ebene "Datentausch zur Verbesserung der Zuchtarbeit in den beteiligten Vereinen" gearbeitet wurde. So kann dieses Datum 24.02.1996 als Gründungsdatum der IFEZ gelten.

Bereits im März des gleichen Jahres "stand" der Vertragsentwurf, der dann noch von den Juristen nachbearbeitet wurde. Geplant waren die rechtsverbindlichen Unterschriften für das Jahresende 1996.

Zuvor jedoch sollte auf Einladung der ZG in einem Gespräch der drei deutschen Eurasiervereine im VDH geklärt werden, ob es nicht möglich ist auch die KZG in diesen Verbund mit einzubeziehen.
Das Gespräch fand am 23.11.1996 in freundlicher und sachlicher Atmosphäre statt, es wurden verschiedene Punkte erörtert, aber keine Einigung erzielt, die KZG trat der Föderation leider nicht bei.

Im März 1997 wurde die IFEZ als internationale Vereinigung dem VDH angezeigt.

Im Mai 1997 beantragten die Eurasierfreunde Schweiz, EFS, die Mitgliedschaft, zur Tagung im November 1997 wurde auch der Eurasierclub Austria, ECA, der seinen Beitrittswunsch erklärte, eingeladen. Beide Vereine wurden aufgenommen. 1998 wurde das Zertifikat für nach den Vorgaben der IFEZ gezüchtete Welpen beschlossen, die Inhalte wurden sorgsam diskutiert, das Layout, das Dach mit der offiziell zum Standard gehörenden Eurasierzeichnung als Erkennungsmerkmal erstellt.
Durch die Standard-Diskussion zur Neufassung des Standards 291 beim VDH ergaben sich 1998/99 nochmals offizielle Kontakte zur KZG, allerdings wieder ohne den Erfolg der Annäherung.

Im Jahr 2000 fand im Zusammenhang mit der Jubiläumsveranstaltung des EKW ein IFEZ-Treffen statt, zu dem Eurasierklubs aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Niederlande, Österreich und der Schweiz Delegierte entsandten. Es waren interessante Gespräche, die dann 2001 den Mitgliedsantrag der Eurasier Vereinigung Niederlande, EVN, zur Folge hatten, dem stattgegeben wurde.

In 2004 wurde eine Assoziation mit der Eurasiergruppierung im Spitzhundeklub Dänemark beschlossen (es gab zu der Zeit in Dänemark keinen eigenen Klub) und in 2005 wurde der Beitritt der Interessengemeinschaft Eurasierfreunde Schweiz, IGES, genehmigt.

Des Weiteren wurde 2005 einer Kooperationsvereinbarung der IFEZ, als Weltverband für Eurasier, mit der FCI (Federation Cynologique Internationale) zugestimmt. Dadurch soll eine Gesprächsplattform geschaffen werden, die es weltweit, auch in nicht der FCI angeschlossenen Ländern, ermöglichen kann, wichtige Grundlagen der Eurasierzucht zu erörtern und zu vermitteln. Dazu gehören vorrangig die Einhaltung des FCI-Standards 291 sowie wesentliche Gesundheits- und Wesensmerkmale bei der Auswahl der Zuchttiere und Mindeststandards bei der Aufzucht und Haltung unseres Familienhundes.

Im Jahr 2006 folgte die Assoziierung des USEC (US Eurasier Club) und in 2007 die Assoziierung des ECB (Eurasier Club Belgien). 2008 stellte sich der schwedische Eurasierklub anlässlich der IFEZ-Tagung im Oktober vor und beantragte eine kooperierende Mitgliedschaft in der IFEZ. Diesem Antrag wurde statt gegeben und so wird die IFEZ 2009 sicher Schweden als weiteren "IFEZ-Verein" begrüßen können.

So lassen sich nun mehr als 15 Jahre IFEZ zusammenfassen:

Aus den ersten Anfängen hat sich eine starke Föderation gebildet, die bisher sieben internationale Mitgliedsvereine, sowie die assoziierten dänischen Eurasierfreunde, den assoziierten USEC (die amerikanischen Eurasierfreunde) und den assoziierten ECB (die belgischen Eurasierfreunde) umfasst. Es sind Daten von mehr als 15000 Eurasiern erfasst und intensive Gespräche über Zucht sind über alle Vereinsgrenzen hinweg jederzeit möglich geworden.

Sicher werden künftig weitere Eurasiervereine die Zusammenarbeit in der IFEZ, dem Weltverband für Eurasier, anstreben.

gisela aach, IFEZ-Sekretariat

IFEZ Tagung in Fischingen 2006
IFEZ Tagung in Fischingen 2006

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